3D-Druck für Kleinserien: Wann lohnt sich die additive Fertigung?
Kleine Stückzahlen stellen Unternehmen bei der klassischen Fertigung häufig vor eine wirtschaftliche Herausforderung. Das Bauteil wird benötigt, die Menge rechtfertigt jedoch nicht immer ein aufwendiges Werkzeug oder lange Vorlaufzeiten. Genau hier kann der 3D-Druck für Kleinserien seine Stärken ausspielen. Bauteile entstehen direkt auf Grundlage digitaler CAD-Daten und können flexibel, schnell und ohne klassisches Formwerkzeug produziert werden.
Für Unternehmen bedeutet das mehr Freiheit bei Stückzahl, Geometrie und Varianten. Änderungen an einem Bauteil lassen sich direkt im digitalen Modell umsetzen, bevor die nächste Charge produziert wird. Besonders bei Funktionsteilen, Ersatzteilen, Vorrichtungen, Vorserien und kundenspezifischen Komponenten kann die additive Fertigung deshalb eine interessante Alternative zur konventionellen Produktion sein.
Doch wann lohnt sich eine Kleinserie im 3D-Druck wirklich? Welche Rolle spielen FDM und SLS? Welche Werkstoffe eignen sich für technische Anwendungen und welche Faktoren bestimmen die Kosten? Dieser Artikel zeigt, worauf es bei der Planung einer additiv gefertigten Kleinserie ankommt.
Kurz zusammengefasst: 3D-Druck ist für Kleinserien besonders interessant, wenn Werkzeugkosten vermieden, Änderungen flexibel umgesetzt oder komplexe Bauteile in kleinen bis mittleren Stückzahlen gefertigt werden sollen. FDM bietet eine große Materialvielfalt, während SLS besonders bei komplexen Geometrien und einer effizienten Bauraumnutzung punktet.
Was versteht man unter einer Kleinserie?
Eine allgemeingültige Stückzahl, ab der von einer Kleinserie gesprochen wird, gibt es nicht. Je nach Branche, Bauteil und Fertigungsverfahren kann eine Kleinserie aus wenigen Teilen, einigen Dutzend Komponenten oder mehreren hundert Einheiten bestehen. Entscheidend ist nicht nur die Stückzahl, sondern vor allem die wirtschaftliche Situation hinter der Produktion.
Typische Kleinserien entstehen, wenn ein neues Produkt zunächst in begrenzter Menge produziert werden soll, wenn Varianten benötigt werden oder wenn ein Bauteil dauerhaft nur in vergleichsweise geringen Stückzahlen gebraucht wird. Auch bei Ersatzteilen für ältere Maschinen, Vorrichtungen für die Produktion und spezialisierten Komponenten kann eine Kleinserie sinnvoll sein.
Produkte können unter realistischen Bedingungen getestet werden, bevor eine größere Serienfertigung beginnt.
Montagehilfen, Halterungen und Sonderwerkzeuge werden oft nur in kleinen Stückzahlen benötigt.
Selten benötigte Komponenten können digital vorgehalten und erst bei tatsächlichem Bedarf produziert werden.
Warum eignet sich 3D-Druck für Kleinserien?
Bei vielen klassischen Fertigungsverfahren müssen zunächst Werkzeuge, Formen oder spezielle Aufnahmen hergestellt werden. Diese Investitionen können sinnvoll sein, wenn anschließend sehr hohe Stückzahlen produziert werden. Bei einer Kleinserie verteilen sich die anfänglichen Kosten jedoch auf deutlich weniger Teile.
Beim industriellen 3D-Druck entsteht das Bauteil direkt aus dem digitalen Modell. Ein klassisches Formwerkzeug ist in der Regel nicht erforderlich. Dadurch verändert sich die Kostenstruktur. Statt eines hohen Einstiegsaufwands stehen Maschinenzeit, Materialverbrauch, Bauraumauslastung und Nachbearbeitung stärker im Mittelpunkt.
Besonders wertvoll ist die digitale Flexibilität. Wenn sich nach den ersten zehn oder zwanzig Teilen zeigt, dass eine Bohrung versetzt, eine Wand verstärkt oder ein Anschluss geändert werden sollte, kann die Konstruktion angepasst werden. Die nächste Charge wird dann direkt nach dem neuen Datenstand gefertigt.
3D-Druck Kleinserie oder Spritzguss?
Der Spritzguss ist für hohe Stückzahlen eines der wichtigsten Verfahren zur Kunststofffertigung. Ist das Werkzeug einmal hergestellt und eingerichtet, können große Mengen sehr effizient produziert werden. Der entscheidende Punkt für Kleinserien liegt jedoch genau in diesem Werkzeug.
Konstruktion, Werkzeugbau, Bemusterung und mögliche Änderungen verursachen einen erheblichen Vorlauf. Wenn anschließend nur eine begrenzte Anzahl von Teilen benötigt wird, kann sich diese Investition nur schwer auf die einzelnen Bauteile verteilen.
Beim 3D-Druck entfällt der klassische Formenbau. Das bedeutet nicht, dass additive Fertigung automatisch immer günstiger ist. Bei steigenden Stückzahlen kann ein konventionelles Verfahren aufgrund sehr niedriger Stückkosten wirtschaftlicher werden. Die optimale Lösung hängt deshalb immer vom Bauteil, dem Material, der Geometrie und der benötigten Menge ab.
| Kriterium | 3D-Druck Kleinserie | Klassischer Spritzguss |
|---|---|---|
| Werkzeug | Kein klassisches Formwerkzeug erforderlich | Werkzeug muss vor Produktionsstart hergestellt werden |
| Start | Direkte Fertigung aus CAD-Daten möglich | Vorlauf durch Werkzeugbau und Bemusterung |
| Änderungen | Digital vergleichsweise schnell umsetzbar | Werkzeugänderungen können aufwendig sein |
| Varianten | Unterschiedliche Geometrien flexibel realisierbar | Stärker an vorhandenes Werkzeug gebunden |
| Hohe Stückzahlen | Wirtschaftlichkeit individuell prüfen | Bei großen Serien häufig sehr niedrige Stückkosten |
Ab welcher Stückzahl lohnt sich 3D-Druck?
Eine feste Stückzahl, bis zu der 3D-Druck wirtschaftlich ist, gibt es nicht. Aussagen wie „bis 500 Stück ist 3D-Druck immer günstiger“ greifen zu kurz. Ein kleines, geometrisch anspruchsvolles Bauteil kann auch bei höheren Mengen sinnvoll additiv gefertigt werden. Ein sehr großes, einfaches Teil kann dagegen schon bei einer deutlich geringeren Stückzahl für ein anderes Verfahren geeigneter sein.
Für eine belastbare Entscheidung müssen mehrere Faktoren gemeinsam betrachtet werden. Dazu zählen insbesondere Bauteilgröße, Druckzeit, Material, Nachbearbeitung, Stückzahl und Auslastung des verfügbaren Bauraums.
Größere Bauteile benötigen mehr Bauraum, Material und häufig auch mehr Maschinenzeit.
Komplexe Formen können den Vorteil additiver Fertigung gegenüber Werkzeugverfahren vergrößern.
Mit zunehmender Menge muss geprüft werden, wie sich die Stückkosten gegenüber alternativen Verfahren entwickeln.
Standardkunststoffe und technische Hochleistungswerkstoffe unterscheiden sich deutlich im Preis und in der Verarbeitung.
Schleifen, Strahlen, Bohren, Färben oder weitere Arbeitsschritte beeinflussen den Gesamtpreis.
Besonders bei SLS kann eine effiziente Verschachtelung vieler Bauteile wirtschaftlich entscheidend sein.
Faustregel für die Kalkulation
Nicht allein die Stückzahl entscheidet. Für eine wirtschaftliche Bewertung sollte immer das konkrete CAD-Modell mit Material, Geometrie, Stückzahl und gewünschter Nachbearbeitung kalkuliert werden.
FDM für Kleinserien
FDM steht für Fused Deposition Modeling. Dabei wird thermoplastisches Filament aufgeschmolzen und über eine Düse Schicht für Schicht zum Bauteil aufgebaut. Für Kleinserien ist FDM besonders interessant, weil eine große Auswahl technischer Kunststoffe verarbeitet werden kann.
Wefer3D bietet im FDM-Verfahren zahlreiche Werkstoffe für unterschiedliche Anforderungen. Dazu gehören Standardmaterialien ebenso wie faserverstärkte Kunststoffe für technisch anspruchsvolle Anwendungen.
Diese Vielfalt ermöglicht es, die Materialauswahl an den späteren Einsatz anzupassen. Für Außenanwendungen können andere Eigenschaften wichtig sein als für ein flexibles Bauteil, eine Montagevorrichtung oder ein mechanisch belastetes Funktionsteil.
Ein weiterer Vorteil des FDM-Verfahrens ist die Möglichkeit, die innere Struktur des Bauteils über den Infill zu beeinflussen. Nicht jedes Teil muss vollständig massiv gefertigt werden. Je nach Konstruktion können Materialverbrauch, Gewicht und Druckzeit über eine geeignete Fülldichte optimiert werden.
Geeignet für viele Gehäuse, Modelle und weniger stark beanspruchte Bauteile, sofern die Konstruktion dies zulässt.
Eine mögliche Balance zwischen Materialeinsatz, Druckzeit und mechanischer Belastbarkeit.
Für Anwendungen, bei denen eine hohe innere Materialmenge konstruktiv sinnvoll ist. Die optimale Einstellung bleibt bauteilabhängig.
SLS für Kleinserien
SLS steht für Selective Laser Sintering. Bei diesem Verfahren entsteht das Bauteil in einem Pulverbett. Ein Laser verbindet gezielt die Bereiche des Kunststoffpulvers, die später zum Bauteil gehören.
Das umliegende Pulver unterstützt die Konstruktion während des Fertigungsprozesses. Separate klassische Stützstrukturen sind deshalb normalerweise nicht erforderlich. Das eröffnet große geometrische Freiheiten und macht SLS besonders für komplexe technische Komponenten interessant.
Wefer3D setzt im SLS-Verfahren PA12 ein. Polyamid 12 ist ein etablierter Werkstoff für funktionale Kunststoffbauteile und kann für zahlreiche technische Anwendungen eingesetzt werden.
Hinterschneidungen, verschachtelte Formen und anspruchsvolle Innengeometrien lassen sich im Pulverbett besonders flexibel realisieren.
Viele kleinere Komponenten können innerhalb eines Produktionslaufs effizient im verfügbaren Pulverbett angeordnet werden.
FDM oder SLS für die Kleinserie?
Beide Verfahren können für die Serienfertigung in kleinen und mittleren Stückzahlen eingesetzt werden. Welches Verfahren besser passt, hängt vor allem von Geometrie, Materialanforderung, Bauteilgröße und gewünschter Stückzahl ab.
FDM bietet eine besonders breite Werkstoffauswahl und kann für viele Gehäuse, Vorrichtungen, große Komponenten und Funktionsteile wirtschaftlich interessant sein. SLS überzeugt vor allem bei hoher geometrischer Komplexität und bei vielen Teilen, die effizient innerhalb eines Pulverbetts angeordnet werden können.
- eine große Materialauswahl benötigt wird
- CF- oder GF-verstärkte Werkstoffe gefragt sind
- größere Bauteile gefertigt werden sollen
- Infill zur Kosten- und Gewichtsoptimierung genutzt werden kann
- die Geometrie für FDM gut geeignet ist
- PA12 für die Anwendung geeignet ist
- komplexe Geometrien benötigt werden
- Hinterschneidungen oder verschachtelte Formen vorkommen
- klassische Supportstrukturen vermieden werden sollen
- viele kleine Funktionsteile gemeinsam produziert werden
Welche Bauteile eignen sich für Kleinserien im 3D-Druck?
Die additive Fertigung ist besonders flexibel, weil sich sehr unterschiedliche Bauteilarten mit derselben grundsätzlichen Prozesskette herstellen lassen. Statt für jedes Produkt ein eigenes Werkzeug zu benötigen, bildet die digitale 3D-Datei den Ausgangspunkt der Fertigung.
Halterungen, Adapter, Führungen und andere Bauteile mit konkreter technischer Aufgabe.
Montagehilfen und produktionsnahe Betriebsmittel, die häufig nur in kleinen Mengen gebraucht werden.
Individuelle Gehäuse und Abdeckungen mit anpassbaren Anschlüssen und Befestigungspunkten.
Seltene oder nicht mehr verfügbare Kunststoffteile, sofern Konstruktion und Werkstoff passend ausgelegt werden können.
Seriennahe Bauteile für Montage-, Funktions- und Praxistests vor einer größeren Produktion.
Kundenspezifische Geometrien, die als Standardprodukt nicht verfügbar sind.
Halter, Luftführungen, Sensoraufnahmen, Abdeckungen und weitere technische Anwendungen.
Serien, bei denen sich Abmessungen oder Details von Bauteil zu Bauteil unterscheiden.
Kleinserien für Automobilindustrie und Mittelstand
In der Automobilindustrie und im industriellen Mittelstand treffen kleine Stückzahlen häufig auf hohe technische Anforderungen. Neben eigentlichen Serienprodukten werden Testaufbauten, Montagehilfen, Prototypen, Ersatzteile und Sonderkomponenten benötigt.
Additive Fertigung kann hier besonders flexibel eingesetzt werden. Ein Sensorhalter lässt sich beispielsweise kurzfristig anpassen, eine Luftführung kann als komplexe Geometrie umgesetzt werden und eine Montagevorrichtung muss nicht in einem aufwendigen Formenprozess entstehen.
Für mechanisch anspruchsvolle FDM-Anwendungen können je nach Einsatz beispielsweise faserverstärkte Materialien wie PA6 CF oder PA6 GF interessant sein. Entscheidend sind jedoch immer die konkreten Anforderungen an Temperatur, Belastung, Umgebung und Geometrie.
Individuelle Varianten innerhalb einer Kleinserie
Ein großer Vorteil digitaler Fertigung besteht darin, dass eine Serie nicht zwingend aus hundert identischen Teilen bestehen muss. Da die Bauteilgeometrie aus der jeweiligen Datei erzeugt wird, können Varianten vergleichsweise einfach vorbereitet werden.
So können beispielsweise unterschiedliche Anschlusspositionen, Abmessungen, Beschriftungen oder Befestigungspunkte in einer Produktfamilie umgesetzt werden. Für Hersteller, die kundenspezifische Lösungen anbieten, kann diese Flexibilität einen erheblichen Vorteil darstellen.
Mass Customization ohne eigenes Werkzeug für jede Variante
Unterschiedliche Varianten können digital vorbereitet und einzeln produziert werden. Ob dies für eine konkrete Serie wirtschaftlich ist, hängt von Bauteil, Datenaufbereitung und Fertigungsprozess ab.
Vom Prototyp direkt zur Kleinserie
Bei klassischen Entwicklungsprozessen sind Prototyp und Serienbauteil häufig klar voneinander getrennt. Additive Fertigung kann diesen Übergang deutlich fließender gestalten.
Zunächst entsteht ein einzelner Prototyp. Nach einem Funktionstest wird das CAD-Modell angepasst. Danach werden vielleicht fünf oder zehn weitere Teile gefertigt. Sobald die Konstruktion funktioniert, kann die Stückzahl auf eine Vorserie oder Kleinserie erhöht werden.
Schnelle Produktion als Wettbewerbsvorteil
Zeit ist in Entwicklung und Produktion häufig genauso wichtig wie der reine Stückpreis. Wenn ein Bauteil dringend für einen Testaufbau, eine Maschine oder eine Kundenfreigabe benötigt wird, können lange Vorlaufzeiten den gesamten Prozess verzögern.
Wefer3D verfügt über einen Maschinenpark mit 21 hochwertigen und leistungsstarken 3D-Druckern. Abhängig von Bauteil, Verfahren, Material und aktueller Auslastung sind Lieferzeiten bereits ab einem Werktag möglich.
Die parallele Fertigung auf mehreren Systemen kann insbesondere bei FDM-Kleinserien hilfreich sein. Beim SLS-Verfahren spielt dagegen die effiziente Nutzung des verfügbaren Pulverbetts eine wichtige Rolle.
Große Bauteile im 3D-Druck
Kleinserie bedeutet nicht automatisch kleines Bauteil. Je nach Verfahren und Geometrie können auch großformatige Komponenten additiv gefertigt werden.
Wefer3D ermöglicht Bauteilgrößen von bis zu 800 × 800 × 1000 mm. Das erweitert die Möglichkeiten insbesondere für größere Gehäuse, Vorrichtungen, Abdeckungen und technische Komponenten.
Ob ein Bauteil tatsächlich in einem Stück gefertigt werden kann, hängt neben den maximalen Abmessungen auch von Geometrie, Werkstoff und gewähltem Fertigungsverfahren ab. Bei sehr großen Komponenten kann eine konstruktive Teilung ebenfalls sinnvoll sein.
Was beeinflusst die Kosten einer 3D-Druck Kleinserie?
Der Preis einer Kleinserie lässt sich nicht allein aus der Stückzahl ableiten. Zwei Bauteile mit identischen Außenmaßen können sich hinsichtlich Materialvolumen, Druckzeit, Supportbedarf und Nachbearbeitung deutlich unterscheiden.
Beim FDM-Verfahren beeinflusst beispielsweise die Fülldichte den Materialverbrauch. Auch die Druckorientierung kann relevant sein, weil sie sich auf Stützstrukturen, Oberflächen und mechanische Eigenschaften auswirken kann.
Beim SLS-Verfahren spielt unter anderem die Auslastung des Bauraums eine Rolle. Viele kleinere Komponenten können gemeinsam innerhalb des Pulverbettvolumens angeordnet werden. Dadurch kann sich die Produktion einer Serie anders kalkulieren als ein einzelnes isoliertes Bauteil.
3D-Druck Kosten direkt online kalkulieren
Gerade in der Entwicklungsphase ändern sich Konstruktionen häufig. Wenn nach jeder Änderung mehrere Tage auf ein neues Angebot gewartet werden muss, geht wertvolle Zeit verloren. Deshalb bietet Wefer3D einen Online-Kalkulator für die direkte Bauteilkalkulation.
Laden Sie Ihr Modell als STL oder STEP direkt in das System hoch.
Wählen Sie den passenden Werkstoff für Ihre Anwendung und das gewünschte Fertigungsverfahren.
Die Kalkulation ermöglicht eine schnelle wirtschaftliche Einschätzung Ihres Bauteils ohne lange Angebotswartezeit.
Besonders bei Kleinserien ist diese direkte Kalkulation hilfreich. Stückzahl, Material und Konstruktionsvarianten können schneller bewertet werden. So lässt sich bereits in einer frühen Projektphase prüfen, welche Lösung zum vorgesehenen Budget passt.
CAD-Datei hochladen, Material auswählen und Ihr Bauteil direkt kalkulieren. So erhalten Sie schnell eine Grundlage für die Entscheidung zwischen Prototyp, Vorserie und Kleinserie.
Bauteil jetzt kalkulieren3D-Scan für Ersatzteile ohne CAD-Daten
Nicht jedes Bauteil liegt bereits als digitale Konstruktion vor. Gerade bei älteren Maschinen, Sonderanlagen oder nicht mehr verfügbaren Ersatzteilen fehlen CAD-Dateien häufig vollständig.
Hier kann ein 3D-Scan als Grundlage für die weitere Digitalisierung dienen. Ein vorhandenes Objekt wird erfasst und die gewonnenen Daten können anschließend für eine Rekonstruktion oder konstruktive Weiterbearbeitung genutzt werden.
Wefer3D bietet neben der additiven Fertigung auch einen 3D-Scan-Service. Dadurch können Digitalisierung und anschließende Fertigung sinnvoll miteinander kombiniert werden.
Digitale Lagerhaltung für Ersatzteile
Klassische Ersatzteillager benötigen Fläche und binden Kapital. Gleichzeitig liegen bestimmte Komponenten jahrelang im Regal, obwohl unklar ist, wann sie tatsächlich benötigt werden.
Additive Fertigung ermöglicht einen anderen Ansatz. Statt jedes Ersatzteil dauerhaft physisch zu bevorraten, kann die digitale Geometrie gespeichert und das Bauteil bei Bedarf neu produziert werden.
Selten benötigte Bauteile müssen nicht zwangsläufig in großer Menge auf Vorrat liegen.
Die CAD-Datei wird zur Grundlage einer bedarfsgerechten Produktion.
Benötigte Komponenten können passend zur tatsächlichen Nachfrage gefertigt werden.
Worauf sollte man bei der Konstruktion achten?
Ein gutes 3D-Druckteil beginnt nicht erst an der Maschine. Bereits die Konstruktion beeinflusst Kosten, Stabilität, Fertigungszeit und Oberflächenqualität.
Beim FDM-Druck sind unter anderem Bauteilorientierung, Überhänge, Wandstärken, Supportbereiche und Belastungsrichtung wichtig. Eine geschickte Konstruktion kann Stützmaterial reduzieren und die mechanischen Eigenschaften gezielt verbessern.
SLS bietet deutlich mehr geometrische Freiheit, besitzt aber ebenfalls konstruktive Anforderungen. Bei geschlossenen Hohlräumen muss beispielsweise berücksichtigt werden, wie überschüssiges Pulver entfernt werden kann. Auch Mindestwandstärken und Spaltmaße müssen auf das Verfahren abgestimmt sein.
Fazit: Kleinserien wirtschaftlich mit 3D-Druck produzieren
Der 3D-Druck für Kleinserien schließt die Lücke zwischen Einzelprototyp und klassischer Massenproduktion. Unternehmen können Kunststoffbauteile in bedarfsgerechten Mengen herstellen, ohne für jede Geometrie zunächst ein klassisches Formwerkzeug fertigen zu müssen.
FDM bietet eine besonders große Materialauswahl und eignet sich für zahlreiche Funktionsteile, Gehäuse, Vorrichtungen, Ersatzteile und größere Komponenten. Werkstoffe wie PA6 CF, PPS-CF, PA6 GF, PETG, PCTG, TPU 95A, ASA, ABS, PP oder weitere technische Kunststoffe ermöglichen eine gezielte Anpassung an unterschiedliche Anforderungen.
SLS ergänzt diese Möglichkeiten mit PA12 und einer hohen geometrischen Freiheit. Da das Pulverbett das Bauteil während der Fertigung unterstützt, sind keine klassischen Supportstrukturen notwendig. Besonders bei komplexen Funktionsteilen und vielen kleineren Komponenten kann das ein wichtiger Vorteil sein.
Welches Verfahren für eine konkrete Kleinserie am besten geeignet ist, hängt immer von CAD-Modell, Material, Stückzahl, Bauteilgröße, Belastung und gewünschter Nachbearbeitung ab.
Wefer3D kombiniert FDM und SLS mit einem Maschinenpark aus 21 3D-Druckern. Bauteile bis 800 × 800 × 1000 mm sind möglich und abhängig vom Projekt können Lieferzeiten bereits ab einem Werktag realisiert werden. Über den Online-Kalkulator lässt sich ein Bauteil direkt aus der CAD-Datei kalkulieren.
Damit wird aus einer Idee nicht erst nach wochenlangem Werkzeugbau ein physisches Teil. Prototyp, Vorserie und Kleinserie können auf einer digitalen Prozesskette aufbauen und flexibel an den tatsächlichen Projektverlauf angepasst werden.
Häufig gestellte Fragen zu 3D-Druck Kleinserien
Kann man mit 3D-Druck Serien produzieren?
Ja. 3D-Druck eignet sich nicht nur für einzelne Prototypen. Abhängig von Bauteil, Material, Geometrie und Stückzahl können kleine und mittlere Serien additiv gefertigt werden.
Ab welcher Stückzahl lohnt sich eine Kleinserie im 3D-Druck?
Eine feste Stückzahl gibt es nicht. Entscheidend sind unter anderem Bauteilgröße, Geometrie, Material, Fertigungszeit, Nachbearbeitung und die Alternative, mit der der 3D-Druck verglichen wird.
Ist 3D-Druck günstiger als Spritzguss?
Bei kleinen Stückzahlen kann 3D-Druck wirtschaftliche Vorteile bieten, weil kein klassisches Spritzgusswerkzeug benötigt wird. Bei sehr hohen Stückzahlen kann Spritzguss durch niedrige Stückkosten im Vorteil sein.
Welches 3D-Druckverfahren eignet sich für Kleinserien?
Sowohl FDM als auch SLS kommen infrage. FDM bietet eine große Materialauswahl und flexible Infill-Strategien. SLS eignet sich besonders für komplexe Geometrien und die Fertigung vieler kleiner Funktionsteile im Pulverbett.
Welche Materialien bietet Wefer3D für Kleinserien an?
Im FDM-Verfahren stehen unter anderem PA6 CF, PPS-CF, PA6 GF, PETG, PCTG, PA, TPU 95A, ASA, ABS, ASA CF, PLA, PP und PP CF zur Verfügung. Im SLS-Verfahren bietet Wefer3D PA12 an. Weitere FDM-Materialien sind auf Anfrage möglich.
Können Funktionsteile in Kleinserie gedruckt werden?
Ja. Funktionsteile gehören zu den typischen Anwendungen der additiven Fertigung. Wichtig sind eine geeignete Konstruktion, der passende Werkstoff und eine Auslegung entsprechend der späteren Belastung.
Sind individuelle Varianten innerhalb einer Serie möglich?
Ja. Da die Fertigung auf digitalen Modellen basiert, können Varianten mit unterschiedlichen Abmessungen oder konstruktiven Details ohne ein eigenes klassisches Formwerkzeug für jede Variante vorbereitet werden.
Wie schnell kann Wefer3D eine Kleinserie fertigen?
Abhängig von Bauteil, Material, Verfahren und Auslastung sind Lieferzeiten bei Wefer3D bereits ab einem Werktag möglich.
Welche Dateiformate können im Online-Kalkulator verwendet werden?
Für die Kalkulation können CAD-Modelle als STL oder STEP hochgeladen werden.
Welche maximale Bauteilgröße ist bei Wefer3D möglich?
Die maximale angegebene Bauteilgröße beträgt 800 × 800 × 1000 mm. Ob ein konkretes Teil in einem Stück gefertigt werden kann, hängt zusätzlich von Verfahren, Geometrie und Material ab.
